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Mit Windows Zip-Dateien mit einem Kennwort vor unbefugtem Zugriff zu schützen !Unter Windows XP
Wenn Sie also demnächst rasch ein Dokument oder einen Ordner vor allzu neugierigen Blicken schützen möchten, ohne nun gleich ein aufwändiges Kryptographie-Programm zu starten, dann greifen Sie einfach auf die Bordmittel von Windows XP zurück. Beachten Sie aber, dass der Kennwortschutz von Zip-Dateien nur für den den normalen Büroalltag genügt. Wer wissen will, was sich in einem Zip-Archiv befindet, über hinreichende technische Kenntnisse und Zeit verfügt und nicht zuletzt genügend kriminelle Energie mitbringt, der kann diesen Kennwortschutz aushebeln. Zip-Dateien und kippende Bytes Bits & Bytes vom Zip-Programm werden komplett neu angeordnet. Das hat zur Folge, dass eine komprimierte Datei zuerst entkomprimiert werden muss, damit sie wieder geöffnet werden kann. Nun kann es passieren, dass durch einen Hardwarefehler, mangelhafte Magnetisierung, Stromschwankungen, unvollständige Downloads oder dergleichen, ein paar Bytes in einer Datei "kippen", also ihren Wert ändern. Wo vorher etwa die Bytefolge "ab cd ef" stand, steht dann plötzlich "12 34 56". In einer normalen, unkomprimierten Datei sind solche Störungen im geringen Umfang oft nur lästig, aber nicht wirklich problematisch. Dann findet sich in einem Textdokument vielleicht ein unlesbarer Wort oder die Musikdatei hat einen kleinen Aussetzer – schlimmeres ist selten zu erwarten. Bei einer Zip-Datei sieht die Sache allerdings anders aus. Zum einen ist die Datendichte und daher die Anfälligkeit höher, zum anderen sind hier unter Umständen gleich mehrere Dateien betroffen. Hier können ein paar gekippte Bytes dazu führen, dass sich die Zip-Datei nicht mehr entpackt lässt. Das ist um so problematischer, je mehr Dateien sich in einem Zip-Archiv befinden. Denn in diesem Fall ist nicht nur eine Datei, sondern gleich das gesamte Archiv hinüber. Aus diesem Grund sei der Einsatz von komprimierten Formaten also generell mit Vorsicht zu genießen. Risiko-Abwägung Das Zip-Format sollte demnach nicht als Format für wichtige und dauerhafte Backups genutzt werden (nur für das temporäre Aufräumen zwischendurch). Es wäre aber eher theoretisches Problem. Zwar habe ich es in meiner Computer-Praxis auch immer mal wieder mit defekten Dateien zu tun gehabt, aber diese Fälle traten zum einen extrem selten auf, zum anderen betrafen sie alle möglichen Dateien – unabhängig vom jeweiligen Dateiformat. Zip-Dateien sind zumindest meiner Erfahrung nach für Dateifehler letztlich nicht anfälliger als andere Dateien auch. Sollte doch einmal ein Zip-Archiv beschädigt sein und Windows sich weigern, die Datei zu entpacken, kann man zum einen versuchen, das Archiv in anderen Zip-Programmen zu öffnen. Manche kommerzielle Programme bieten auch eine Reparatur-Routine. Und mit "Advanced Zip Repair" steht ein eigenes Reparatur-Programm zur Verfügung: Data Numen – Hersteller von Repair-Software Ob diese Programme allerdings im Fall der Fälle auch tatsächlich helfen, ist nicht sicher. |
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