Schwere Fehler in Windows XP
kündigen sich meist rechtzeitig an. Daher ist es sehr wichtig,
dass Sie die Warnungen oder SOS-Signale, die Ihr XP-System an Sie
sendet, auch erkennen. Nur dann können Sie schnell und richtig
reagieren und Schlimmeres verhindern.
Doch selbst versierte Anwender
haben sehr häufig Probleme, die Anzeichen von Windows XP
richtig zu deuten. Oft verpassen sie die Chance, schweren
Ausfällen und System-Crashs vorzubeugen. Reagieren Sie besser, und
vermeiden Sie die schwer wiegenden Folgen!
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Festplatte
Eine volle oder
stark fragmentierte Festplatte
wirkt wie eine Bremse. Löschen Sie nicht benötigte Programme
und Dateien und führen Sie eine Defragmentierung durch.
Gehen Sie wie folgt vor: Im Windows-Explorer klicken Sie die
Festplatte mit der rechten Maustaste an und wählen "Bereinigen"
aus dem Kontextmenü.
Systemstart
Dauert der Startvorgang ewig, prüfen Sie die
Programme, die Windows beim Starten ausführt. Nicht benötigte
Programme sollten Sie deinstallieren. Über "Start"
und "Ausführen" geben Sie "MSCONFIG" ein.
Danach prüfen Sie die Eintragungen im Register "Systemstart". |
Die Datenträgerverwaltung in Windows XP ist die Schaltzentrale
für alle Einstellungen, die Massenspeicher in einem solchen System
betreffen. Sie können dort die Eigenschaften eines Datenträgers
einsehen und in der Datenträgerverwaltung die Festplatten prüfen
und defragmentieren.
Über
den Eintrag "Verwaltung" in der Systemsteuerung gelangen
Sie direkt zur "Computerverwaltung".
Auch aus dem Windows-Explorer gelangen Sie über das Kontextmenü
mit einem Rechtsklick auf das Laufwerk und Klick auf "Eigenschaften"
zur selben Anzeige der Eigenschaften wie bei der
Datenträgerverwaltung. Die Funktionen zur Datenträgerverwaltung
über das Eigenschaften-Fenster sind auf mindestens fünf Register
verteilt. Folgende Aufgaben sind für Sie besonders wichtig:
|
Überprüfung des Datenträgers auf logische
und physische Datenfehler
Wechseln Sie zur Registerkarte "Extras"
und klicken Sie im Abschnitt "Fehlerüberprüfung" auf
die Schaltfläche "Jetzt prüfen".
Defragmentierung der Datenträger
Wechseln Sie zur Registerkarte "Extras"
und klicken Sie in der Rubrik "Defragmentierung" auf
die Schaltfläche "Jetzt defragmentieren". Es öffnet
sich ein Fenster "Defragmentierung", aus dem Sie ein
Laufwerk für eine Überprüfung der Fragmentierung oder für eine
Defragmentierung auswählen können.
Konfiguration und Erstellung des
Indexdienstes
In der Computerverwaltung können Sie unter "Dienste und
Anwendungen" unter "Indexdienst" die Verzeichnisse
festlegen und den Katalog durchsuchen. Über das Kontextmenü
und "Eigenschaften" können Sie auch weitere
Einstellungen des Indexdienstes bearbeiten. |
Datenträgerfehler können Sie oft vorher erkennen, z. B. an
bestimmten Fehler- und Warnmeldungen, die im Ereignisprotokoll
unter "SYSTEM" bei Datenträgerzugriffen erscheinen.
Windows XP ist mit 2 Tools ausgestattet, mit denen Sie
Datenträgerfehler beheben können. Datenträgerfehler entstehen
meistens durch Systemabstürze oder bei Stromausfällen. Die Tools
können aber keine physikalischen Hardwaredefekte auf der
Festplatte beheben, und sie benötigen für die Ausführung einen
exklusiven Zugriff auf den betroffenen Datenträger.
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CHKDSK.EXE über die Kommandozeilen-Ebene. |
Neben der Korrektur von Dateisystemfehlern wird der
Datenträger auch sektorenweise geprüft.
Achtung: Sektorfehler weisen auf ein ernstes Problem
mit dem Datenträger hin. |
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"Fehlerüberprüfung" über Extras" aus dem "Eigenschaften"-Fenster
eines Datenträgers. |
Eventuelle Fehler im Dateisystem werden automatisch korrigiert
- eine sektorenweise Überprüfung des Datenträgers erfolgt aber
nicht. |
PC-Check mit Diagnose-Tools
Wenn die bordeigenen Werkzeuge von Windows XP nicht ausreichen,
benötigen Sie professionelle Diagnose-Tools,
S.M.A.R.T ist eine Technik zur Erkennung von
Festplattenfehlern. Die meisten Festplattendefekte lassen sich
anhand von veränderten Betriebsparametern vorhersehen. S.M.A.R.T
misst beispielsweise Zugriffsfehler oder schwankende Drehzahlen
und meldet dies bei begründetem Verdacht dem PC.
|
Ob
S.M.A.R.T auf Ihrem System aktiviert ist, überprüfen Sie im
BIOS. Starten Sie Ihren PC neu und drücken Sie die Taste "Entf".
Damit gelangen Sie in das BIOS Ihres PCs. In den "Advanced
BIOS Features" sollte der Eintrag "HDD S.M.A.R.T Capability"
auf "Enabled" stehen. |
Die Festplatte gehört neben dem Prozessor zu den wichtigsten
Komponenten in einem PC. Die Beanspruchung im laufenden Betrieb
ist enorm, Kontrolle und regelmäßige Wartung sind wichtig.
Neben den Windows XP-eigenen Werkzeugen gibt es für Ihre
Festplatte aber bessere Tools für die Früherkennung.
HDD Health: So überprüfen Sie den
Gesundheitszustand Ihrer Festplatte
|
Das Tool HDD Health beugt Festplatten-Fehlern vor. Es nistet
sich im System-Tray ein, überwacht Ihre Festplatte und alarmiert
Sie, wenn ein Problem droht.
Das Tool alarmiert Sie auf verschiedene Arten: per E-Mail, über
eine lokale Pop-Up-Nachricht, über Netz-Nachrichten und über
Loggen des Ereignisses. Außerdem zeigt Ihnen das Tool sehr
detaillierte Informationen zur Festplatte.
|
-
"Value" zeigt den aktuellen Zustand
an. Dabei gilt: Je höher der Wert, desto besser.
-
Wird der Treshold-Wert unterschritten,
gibt das Programm eine Warnung aus.
-
"Worst" zeigt den bislang
schlechtesten Wert an, der von S.M.A.R.T ermittelt
wurde.
|
Bereitet ein fehlerhafter Speicher Ihrem Windows XP Probleme,
wird dies in der Regel durch 2 STOP-Fehlermeldungen signalisiert:
0x0000002E - DATA_BUS_ERROR
0x00000050 - PAGE_FAULT_IN_NONPAGED_AREA
Bei beiden STOP-Fehlern müssen Sie das System neu starten.
RAM-Probleme lassen sich relativ leicht erkennen.
Nicht immer ist der Hinweis eindeutig: Wenn Windows plötzlich
einfriert und nur über den Reset-Knopf neu gestartet werden kann
oder urplötzlich neu startet, kann auch hier ein RAM-Baustein die
Ursache sein.
Unerklärliche Systemabstürze, Fehlermeldungen oder
Blue Screens werden oft durch einen fehlerhaften
Arbeitsspeicher verursacht, insbesondere dann, wenn
Speicheradressen in der Meldung ausgegeben werden. Wenn Sie sicher
sind, dass die Anwendung nicht Ursache des Problems ist, sollten
Sie den Arbeitsspeicher überprüfen.
Beliebt ist die Methode, einzelne RAM-Bausteine zu tauschen,
doch es geht auch einfacher, ohne dass Sie den PC öffnen müssen:
mit einem Tool von Microsoft.
"Windows Memory Diagnostic" ist ein DOS-Programm. Sie
müssen es also von einer bootfähigen DOS-Diskette starten.
Microsoft hat die Installation so vereinfacht, dass mit der
Konfiguration des Programms automatisch eine bootfähige Diskette
erstellt wird.
-
Legen Sie eine leere, formatierte
Diskette in Ihr Diskettenlaufwerk ein.
-
Starten Sie das Programm "MSINST.EXE",
das Sie vorher herunter geladen haben.
-
Bestätigen Sie den Lizenzvertrag und
wählen Sie "Create Startup Disk". Geben Sie anschließend
das gewünschte Diskettenlaufwerk an
|
Um den Speichertest auszuführen, starten Sie Ihren PC mit
eingelegter Diskette neu. Vergewissern Sie sich, dass die
Boot-Reihenfolge im BIOS so eingestellt ist, dass Ihr PC von
Diskette aus bootet.
Nun wird das Testprogramm gestartet, das mit nur 3 Kommandos
bedient wird:
 |
"P" - Testpause |
 |
"X" - Beendet den Test |
 |
"T" - Wechsel zwischen den verschiedenen
Testverfahren |
Grafikpannen gehören zu den häufigsten und schwierigsten
Pannen. Bei einem Ausfall der Grafikkarte fährt Ihr PC nicht mehr
hoch. Daher steht Ihnen die Anzeige von Bildschirmmeldungen nicht
zur Verfügung, und Diagnose-Programme sind nicht einsetzbar.
Aber nicht nur die "Bildstörungen" zählen zu den Grafikpannen.
Viele unerklärliche Programm- oder Systemabstürze gehen auf das
Konto eines falschen Treibers oder einer fehlerhaften Einstellung.
Welche Probleme auftreten können und wie Sie diese
erfolgreich meistern, zeigt die folgende Tabelle:
|
Fehler |
Symptome |
Reparatur |
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VGA-Fallback-Modus |
Windows startet nur mit Standard-VGA-Treiber (Auflösung 640 x
480 mit 16 Farben). |
Kann der installierte Grafiktreiber beim Start
nicht ordentlich geladen werden, wird der Standard-VGA-Treiber
geladen.
Überprüfen Sie den installierten Treiber im
Geräte-Manager. |
|
Absturz beim Systemstart |
Absturz nach Installation eines Grafikkartentreibers. |
Starten Sie das System im "Abgesicherten Modus"
(F8-Taste beim PC-Start drücken).
In diesem Modus wird der Standard-VGA-Treiber
geladen. Installieren Sie einen neuen Treiber. Dann
beenden Sie Windows wie gewohnt und starten wieder im normalen
Modus. |
|
Grafikkarte defekt |
Beim Start bleibt das Bild dunkel. Aus dem Lautsprecher
ertönen Pieptöne (Beep-Codes). |
Prüfen Sie den korrekten Sitz der Grafikkarte im
Steckplatz. Hilft das nichts, müssen Sie die
Grafikkarte austauschen. |
Dieses wirklich einmalige
Analyse-Werkzeug überprüft Monitor und Grafikkarte bis ins Detail
und stimmt diese aufeinander ab. So decken Sie Fehler und
fehlerhafte Einstellungen auf und kitzeln noch mehr Rechenpower
aus Ihrem Grafiksystem.
Mit diesem einzigartigen Spitzen-Tool können Sie sogar
 |
einen umfangreichen Bericht erstellen, um
ein Problem genau zu lokalisieren, |
 |
Hardware-Konfigurationen vornehmen, wenn
alles Andere versagt, |
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Ihre CPU vor Überhitzung schützen und
damit die Lebensdauer verlängern ... |
Probleme mit dem Prozessor sind eher selten. Gefahr für den
Prozessor besteht meist durch Überhitzung. Achten Sie deshalb
immer auf den korrekten Sitz von Lüftern und Kühlkörper im PC. Mit
diesen Tools überwachen Sie Ihren Prozessor und Ihr Mainboard
perfekt:
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Programm |
Beschreibung |
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MBProbe |
Hitze ist oft die Ursache für unerklärliche Abstürze des PCs.
MBProbe zeigt Ihnen die Temperatur des Prozessors in der
Taskleiste an. Sie haben die Wahl zwischen Grad Celsius
und Fahrenheit. Das Tool läuft unter allen Windows-Versionen.
|
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Motherboard Monitor |
Motherboard Monitor hat erheblich mehr Funktionen als MBProbe
und kann unter anderem Protokolldateien anlegen oder die
Systemressourcen von Windows überwachen. Das Programm zeigt
Ihnen 3 wichtige Werte Ihres PCs an: die Temperatur
im Innern des Gehäuses, die Spannungen auf dem
Motherboard und die Geschwindigkeit der Lüfter.
Falls Ihr PC einen voreingestellten Grenzwert überschreitet,
wird Alarm ausgelöst. Es gibt sogar einen E-Mail-Wächter, der
periodisch bei Ihrem Internet-Provider anruft und neue Mails
in der Symbolleiste anzeigt. |
|
TestCPU |
Welcher Prozessor eingebaut ist und wie schnell das
System insgesamt ist, erfahren Sie mit dem Programm TestCPU.
Nachdem der Prozessor identifiziert ist, zeigt das Programm
sogar eine Abbildung der CPU an. Dazu führt es einen
Speicher-Benchmark und folgende bekannte Benchmarks aus:
Dhrystone, Whetstone, MIPS und MFLOPS. |
Besitzen Sie 2 oder mehrere PCs, dann wollen Sie bestimmt auch
Daten zwischen den Rechnern austauschen, anstatt mit einer
Diskette hin und her zu laufen, um Daten von einem PC auf den
anderen zu kopieren.
Für kleine Netzwerke gibt es unterschiedliche Konstellationen:
|
Typ |
Voraussetzung |
Einsatz |
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Direkt- verbindung |
Serielles Nullmodemkabel |
Verbindet 2 Rechner direkt über die serielle Schnittstelle.
Einfacher Datenaustausch zwischen 2 PCs mit stark limitierter
Datenübertragungsrate. |
|
Direkt- verbindung |
Parallelkabel |
Verbindet 2 Rechner direkt über die parallele Schnittstelle
per "DirectParallel-Kabel". Einfacher Datenaustausch zwischen
2 PCs mit höherer Datenübertragungsrate.Verbindet 2 Rechner
direkt über die parallele Schnittstelle per "DirectParallel-Kabel".
Einfacher Datenaustausch zwischen 2 PCs mit höherer
Datenübertragungsrate. |
|
Direkt- verbindung |
USB-Kabel |
Verbindet 2 Rechner über die USB-Schnittstelle. Damit
ist ebenfalls ein einfacher Datenaustausch zwischen 2 PCs
möglich. |
|
Netzwerk-Direkt- verbindung |
2 Netzwerk- karten, 1 Patch- kabel für Direktverbindung (Crossover) |
Verbindet 2 Rechner über die Netzwerkkarten
und einem Netzwerkkabel (Patchkabel), das speziell für
Direktverbindungen konstruiert ist (Crossover-Kabel).
Datenaustausch und Ressourcen können gemeinsam
genutzt werden.Datenübertragungsrate zwischen 10, 100 oder
1.000 Mbit/s. |
|
Kabel- gebundenes Netzwerk in Stern-Topologie |
1 Netzwerkkarte und 1 Patchkabel je PC,1 Sternverteiler (Hub,
Switch) |
Verbindet 2 oder mehr Rechner über die
Netzwerkkarten, indem diese über Netzwerkkabel (Patchkabel)
an einen Sternverteiler angeschlossen werden.
Datenaustausch und Ressourcen können gemeinsam
genutzt werden.
Datenübertragungsrate zwischen 10, 100 oder
1.000 Mbit/s, auch Mischkonfigurationen |
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Funknetz- gebundenes Netzwerk in Stern-Topologie |
1 Funknetzwerk- karte je PC,1 Access Point für Funk |
Bei Funknetzen entfällt die Verkabelung.
Die Rechner stehen im Umkreis von ca. 50 Metern um den
Access Point herum, der als Switch den Datenverkehr
zwischen den PCs steuert.
Die Datenübertragungsrate ist geringer als beim
kabelgebundenem Netzwerk und beträgt zwischen 10 und 108 Mbit/s.,
meistens werden jedoch nur deutlich geringere Werte erreicht. |
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Funknetz- gebundenes Ad-hoc-Netz |
1 Funknetzwerk- karte je PC |
Ein Funknetz, das ohne Access Point auskommt.
Unter XP unterstützt Sie der Windows-Netzwerkassistent. Wählen
Sie dabei den Ad-hoc-Modus an und achten Sie darauf, dass alle
Clients denselben Kanal benutzen. |
Ihr
erstes, eigenes Netzwerk richten Sie in 5 Schritten
ein:
|
Schritt 1: |
Installieren Sie die Hardware (sofern erforderlich). |
|
Schritt 2: |
Installieren und konfigurieren Sie das Netzwerkprotokoll. |
|
Schritt 3: |
Legen Sie einen eindeutigen Namen und eine gemeinsame
Arbeitsgruppe für jeden PC fest. |
|
Schritt 4: |
Geben Sie den Ordner "Eigene Daten" für andere Benutzer
frei, sofern Sie die "Datei- und Druckerfreigabe" aktiviert
haben. |
|
Schritt 5: |
Geben Sie Drucker und andere Ressourcen frei. |
Schritt
1 - Hardware einrichten und verkabeln
Bevor Sie Ihre PCs für das Netzwerk konfigurieren, müssen Sie
eine physikalische Verbindung herstellen. Dazu bauen Sie
Netzwerkkarten in die PCs ein und ziehen Kabel. Alternativ dazu
können Sie die PCs auch mit Funknetzwerkkarten untereinander
verbinden. Was Sie für die jeweilige Netzwerk-Konstellation
benötigen, entnehmen Sie der vorigen Tabelle.
| |
-
In jedem PC befindet sich eine
Netzwerkkarte.
-
Die PCs werden über ein Patchkabel an
einem Hub/Switch angeschlossen.
|
Ein Verteiler leitet die Datenpakete durchs Netz. Es gibt 2
Typen: Hubs und Switches.
Schritt
2 - TCP/IP und Co: Installation und Konfiguration des
Netzwerk-Protokolls
Netzwerk-Protokolle dienen dazu, dass Daten miteinander
ausgetauscht werden können. In der Regel kommt in lokalen
Netzwerken (LAN: Local Area Network) das TCP/IP-Protokoll zum
Einsatz, auf dem auch das Internet basiert.
In Windows XP ist TCP/IP bereits installiert und aktiv.
|
Als
Nächstes vergeben Sie im Netzwerk feste IP-Adressen, damit die
PCs eindeutig identifiziert werden können und Daten
untereinander austauschen können: |
-
Öffnen Sie dazu das Startmenü und klicken
Sie nacheinander auf "Systemsteuerung", "Netzwerkverbindungen"
und "LAN-Verbindung".
-
Klicken Sie die "LAN-Verbindung"
mit der rechten Maustaste an und rufen Sie im Kontextmenü
den Eintrag "Eigenschaften" auf.
-
Doppelklicken Sie im Dialogfenster auf den
Eintrag "Internetprotokoll (TCP/IP)" und Sie bekommen
die dazugehörigen Eigenschaften angezeigt.
-
Tragen Sie hier die IP-Adresse ein. Sie
besteht aus 4 Zahlen zwischen 0 und 255, die jeweils durch
einen Punkt voneinander getrennt sind -beispielsweise
"192.168.0.1". Jeder Computer in einem TCP/IP-Netzwerk
benötigt eine solche Adresse, die ihn eindeutig
identifiziert.
-
Dem 2. PC geben Sie die IP-Adresse
"192.168.0.2", dem 3. "192.168.0.3". usw.
-
Als Subnetzmaske vergeben Sie immer
"255.255.255.0".
|
Die wichtigste Einstellung an diesem Protokoll ist die richtige
Vergabe der IP-Adressen.
Für ein Windows-Netz verwenden Sie der Einfachheit halber
statische Adressen der Form "x.x.x.x", z. B. "192.168.0.x". Für
das "x" tragen Sie beim 1. PC eine "1" ein, für den nächsten eine
"2" usw.
In der Subnetz-Maske tragen Sie bei jedem PC die Zeichenfolge
"255.255.255.0" ein. Mit der Subnetz-Maske legen Sie fest, wie
viele Bit der maximal 32 Bit der Netzwerkadresse für die
Netzwerkadressierung selbst und wie viele für die Adressierung der
PCs verwendet werden sollen.
Dieser Eintrag soll im Unterschied zur IP-Adresse auf allen
Computern Ihres Netzwerks immer identisch sein. Übernehmen Sie
alle Angaben, indem Sie alle Fenster mit "OK" schließen.
Schritt
3 - Eindeutige Identifikation: Legen Sie Namen und
Arbeitsgruppe der PCs fest
Unabhängig vom Protokoll braucht jeder Computer in Ihrem
Netzwerk auch einen Namen und die Zuordnung zu einer
Arbeitsgruppe.
|
Der
Name jedes PCs muss eindeutig sein. Gehen Sie dazu
folgendermaßen vor: |
-
Um die Namen zu
definieren, öffnen Sie die "Systemsteuerung", klicken
auf "System" und wechseln zum Register "Computername".
-
Drücken Sie auf die
Schaltfläche "Ändern" und tragen Sie im zuletzt
geöffneten Dialog einen Computernamen in das dafür
vorgesehene Feld ein.
|
Vergeben Sie nur sinnvolle und eindeutige Computernamen, die
aus einem Wort bestehen. Einen beschreibenden Begriff wie "PC-1"
oder - wenn der Besitzer des PCs "Peter" heißt - auch "Peter-PC".
Denn unter dieser Bezeichnung ist der Rechner später im Netzwerk
für andere Anwender sichtbar.
Schließen Sie das Fenster mit "OK". Zusätzlich können
Sie auf dem Register "Computername" eine "Computerbeschreibung"
angeben. Sie darf aus mehreren Wörtern bestehen und dient zur
Identifikation des PCs in der Netzwerkumgebung. Sie können das
Feld auch frei lassen. Schließen Sie dann auch dieses Fenster mit
"OK" und starten Sie Windows neu.
Wiederholen Sie diese Schritte auf jedem Computer ihres
Netzwerks. Den nächsten PC nennen Sie dann z. B. "PC-2" (oder "Hans-PC")
usw. Ihr Netzwerk ist einsatzbereit. Nun sollten alle
eingeschalteten Rechner sich untereinander "sehen" können.
Schritt
4 - Die Freigabe: So geben Sie den Ordner "Eigene Daten"
für andere Benutzer frei
Nun können Sie im Netzwerk arbeiten. Das verschafft Ihnen viele
Vorteile:
 |
Dateien lassen sich zwischen den Computern per
Drag & Drop verschieben oder kopieren, so wie Sie es vom
Windows-Explorer gewohnt sind. |
 |
Gemeinsam genutzte Ressourcen stehen allen
Teilnehmern zur Verfügung. |
 |
Ein an einem Arbeitsplatz angeschlossener Drucker
kann von allen Netzteilnehmern verwendet werden. |
 |
Ist einer der PCs mit einem Internet-Anschluss
ausgestattet, lässt sich dieser auch von allen anderen PCs aus
nutzen. |
Um auf Ressourcen wie Drucker, Ordner oder ganze Festplatten
zuzugreifen, müssen Sie diese freigeben. Sie können dazu den
Arbeitsplatz oder den Windows Explorer benutzen.
Lassen Sie sich die Ordner auf einem Ihrer lokalen Laufwerke
anzeigen und klicken Sie einen der Ordner mit der rechten
Maustaste an. Wählen Sie dann im Kontextmenü den Befehl "Freigabe
und Sicherheit" aus.
Nach einem Klick auf "OK" haben alle anderen
Netzwerk-Teilnehmer Zugriff auf diesen Ordner.
Schritt
5 - Drucker und andere Ressourcen freigeben
Im Netzwerk können Sie neben Daten und Programmen der
angeschlossenen PCs auch deren Ressourcen, z. B. Drucker oder
einen Internetzugang, nutzen.
So geben Sie Ihren Drucker für andere PCs frei
Wechseln Sie im Startmenü von Windows XP auf "Drucker und
Faxgeräte" und klicken Sie den Eintrag für den Drucker mit der
rechten Maustaste an. Wählen Sie "Freigabe" und im
folgenden Fenster "Drucker freigeben". Nach der Bestätigung
mit "OK" erscheint der Drucker in der Netzwerkumgebung
unter dem Symbol Ihres Computers.
Von den anderen Windows XP-Arbeitsplätzen aus brauchen Sie das
Druckersymbol nun lediglich noch mit der rechten Maustaste
anzuklicken und im Kontextmenü "Verbinden" auszuwählen.
Anschließend steht der Drucker genauso zur Verfügung, als sei er
an dem jeweiligen PC selbst installiert.
Internet für alle mit Internet Connection Sharing
Mit der gemeinsamen Nutzung einer Internetverbindung im
Netzwerk können alle im Heim- oder Firmennetzwerk angeschlossenen
PCs Verbindung mit dem Internet aufnehmen. Dazu muss nur 1 PC eine
direkte Verbindung zum Internet haben, z. B. über eine
DFÜ-Verbindung.
Wenn Sie ICS auf diesem Computer aktivieren, können Sie damit
allen anderen Computern in Ihrem Netzwerk den Internetzugang
ermöglichen.
|
Gehen
Sie folgendermaßen vor, wenn Sie ICS für eine
Netzwerkverbindung aktivieren wollen: |
-
Doppelklicken Sie in der "Systemsteuerung"
auf "Netzwerkverbindungen".
-
Klicken Sie auf die LAN- oder
DFÜ-Verbindung, die Sie freigeben möchten, und klicken Sie
dann unter "Netzwerkaufgaben" auf "Die
Einstellungen dieser Verbindung ändern".
-
Aktivieren Sie auf der Registerkarte "Erweitert"
das Kontrollkästchen "Anderen Benutzern im Netzwerk
gestatten, die Internetverbindung dieses Computers zu
verwenden".
-
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen "Eine
DFÜ-Verbindung herstellen, wenn ein Computer im Netzwerk auf
das Internet zugreift". Mit dieser Einstellung wird die
Verbindung automatisch gewählt, wenn ein anderer Computer im
Netzwerk versucht, auf das Internet zuzugreifen.
-
Wenn Sie das Kontrollkästchen "Anderen
Benutzern im Netzwerk gestatten, die gemeinsame Nutzung der
Internetverbindung zu steuern oder zu deaktivieren"
aktivieren, können Sie von anderen PCs aus die Einstellungen
zu ICS ebenfalls anpassen.
-
Klicken Sie unter "Gemeinsame Nutzung
der Internetverbindung" in "Heimnetzwerkverbindung"
auf die Verbindung, die den Computer mit dem Internetzugang
mit den anderen Computern in Ihrem Netzwerk verbindet.
|
Bitte beachten Sie:
Sie benötigen Administratorrechte, um ICS in Windows XP zu
aktivieren. Dabei kann es zu Änderungen der vorher eingestellten
IP-Adressen kommen. Meist wird die statische IP-Adresse
"192.168.0.1" mit der Subnetzmaske "255.255.255.0" vergeben. Haben
Sie andere IP-Adressen eingestellt, sind dadurch im Netzwerk
bestehende TCP/IP-Verbindungen möglicherweise nicht mehr vorhanden
und müssen wiederhergestellt werden.
| |
PC frisieren für mehr Leistung
|
Mit den Informationen aus diesem Beitrag
 |
warten Sie Ihr Windows mit einfachen Mitteln und
wenig Zeitaufwand, |
 |
tunen Sie Ihren PC über das BIOS, ohne ihn
aufzuschrauben, |
 |
übertakten Sie den Prozessor und holen so mehr
Leistung heraus. |
Wenn Ihr PC bereits seit mehreren Jahren brav seine Dienste
verrichtet, ist es nur eine Frage der Zeit, wann zu lange
Wartezeiten, permanente Zugriffe auf die Festplatte und
Windows-Fehler ("Keine Rückmeldung" etc.) Ihnen den Spaß an
der Arbeit vermiesen.
|
Um
aus Ihrem Windows XP mehr Leistung zu holen, können Sie sich
häufig die Kosten für einen schnelleren Prozessor, mehr RAM,
eine größere Festplatte oder gleich einen neuen PC sparen.
Denn mit den richtigen Tuning-Tricks optimieren Sie
sofort die Leistung Ihres PCs und verbessern
sogar die Stabilität Ihres Systems. |
Kaufen Sie keinen neuen PC, sondern optimieren Sie ihr
Windows XP!
Mit einigen Tuning-Tricks und vielleicht sogar dem Austausch
weniger Komponenten wird Ihr alter PC um ein Vielfaches schneller.
Folgende Möglichkeiten sollten Sie sofort umsetzen:
|
Komponente |
Beschreibung |
Leistungs-Zuwachs |
|
PC aufräumen und mit Software tunen |
Es gibt viele Möglichkeiten, ein System aufzuräumen
(Defragmentierung, Registry reinigen, Temp-Ordner löschen
etc.) und mit speziellen Programmen zu tunen (RAM-Disk,
Tuning-Tools etc.). |
20 - 30 % |
|
Festplatte |
Festplatte defragmentieren, Cache einstellen
|
10 - 20 % |
|
RAM |
Entweder Sie bauen mehr RAM ein oder Sie optimieren die
Einstellungen im BIOS - beides eine kostengünstige und
effektive Tuning-Möglichkeit. |
20 - 30 % |
|
Prozessor |
Die Übertaktung des Prozessors bringt spürbar mehr Leistung.
Achten Sie dabei auf ausreichende Kühlung. |
20 - 40 % |
|
Grafikkarte |
Grafikkarten können Sie wie den Prozessor auch übertakten. Zum
Einsatz kommen dabei spezielle Tools |
10 - 20 % |
Die einfachste und billigste Tuning-Methode ist die regelmäßige
Pflege Ihres Windows. Auch Windows XP wird im Laufe der Zeit immer
langsamer, denn in den vergangenen Jahren haben Sie die
Windows-Einstellungen häufig geändert: Neue Software kam hinzu,
und neue oder zusätzliche Hardware wurde installiert oder
deinstalliert. Das belastet Ihr XP-System, und es wird daher Zeit
für eine umfassend Aufräumaktion:
|
Grundregeln |
Hinweise |
|
1. |
Autostarts verhindern |
Überprüfen Sie regelmäßig den Autostart-Ordner in Ihrem
Windows und deaktivieren Sie alle nicht benötigten Programme. |
|
2. |
Festplatte prüfen |
Prüfen Sie regelmäßig die Festplatte mit SCANDISK und DEFRAG. |
|
3. |
Software- Deinstallation |
Deinstallieren Sie nicht mehr benötigte Software nur über die
Systemsteuerung und "Software". |
|
4. |
Treiber aktualisieren |
Prüfen Sie regelmäßig im Internet, ob für Ihre Hardware
aktualisierte Treiber vorliegen, und installieren Sie diese
dann umgehend. |
|
5. |
Auslagerungsdatei und temporäre Dateien |
Passen Sie die Einstellungen für die Auslagerungsdatei dem
Bedarf an und löschen Sie die temporären Dateien. |
Bei Word dauert es wieder
einmal ewig, bis die Dokumentenseiten aufgebaut sind. Oder wenn
Sie mit mehreren Programmen gleichzeitig arbeiten, öffnen und
schließen sich die Fenster nur in Zeitlupe. Zudem läuft Ihre
Festplatte fast ununterbrochen, auch wenn Sie keinerlei Befehle
eingegeben haben. Die Diagnose ist einfach:
Ihrem PC fehlt
Speicher.
Alle Programme und Dateien befinden sich im Hauptspeicher. Und
je größer dieser Speicher ist, desto mehr Programme und umso
größere Dateien haben dann natürlich Platz. Ein zu kleiner
Arbeitsspeicher zwingt Windows ständig zum Auslagern von Daten auf
die Festplatte.
Jeder PC ist ein wenig anders aufgebaut. Deshalb sitzen auch
die Speicherbausteine auf den Hauptplatinen nicht immer an
derselben Stelle. In den meisten Fällen brauchen Sie Ihren PC nur
zu öffnen und die zusätzlichen Speicherbausteine einzustecken. Bei
manchen Computern müssen Sie eventuell zuerst eine Einsteckkarte
ausbauen, bevor Sie an die Speicherfassungen kommen.
-
Schalten Sie Ihren PC aus. Ziehen Sie alle
Kabel ab, lösen Sie die Halteschrauben an der Rückwand des
Rechners und entfernen Sie den Gehäusedeckel.
-
Als Nächstes orten Sie die Fassungen für
die Speicherbausteine. Nun können Sie die neuen
Speicherbausteine einsetzen.
-
Biegen Sie die beiden Klammern an der
Fassung zur Seite und setzen Sie danach den Speicherbaustein
ein. Achten Sie dabei auf die richtige Platzierung.
-
Drücken Sie den Baustein in die Fassung,
bis die Klammern einrasten.
-
Die Module haben unten 1 bzw. 2
Aussparungen, die genau mit den kleinen Stegen in der
Fassung zusammenpassen.
|
Wenn Sie die Aufrüstung nicht selbst vornehmen möchten,
empfiehlt sich der Testeinbau beim Händler. Da es viele
unterschiedliche RAM-Bausteine gibt, laufen Sie sonst Gefahr, die
falschen zu kaufen oder Probleme beim Einbau zu bekommen.
Wollen Sie kein Geld für zusätzlichen Arbeitsspeicher ausgeben,
so können Sie die Einstellungen im BIOS optimieren. Auch damit
können Sie die Leistung erhöhen, was aber in keinem Verhältnis zu
einer Erweiterung mit einem zusätzlichen RAM-Baustein steht.
In den Einstellungen Ihres BIOS
schlummern stille Leistungsreserven, die Sie nutzen können, um
Ihren PC schneller zu machen.
Der Arbeitsspeicher ist ein wichtiger Baustein für die
Gesamtleistung Ihres Systems. Für die Leistung verantwortlich ist
dabei das richtige Speichertiming. Normalerweise werden die Werte
für das Speichertiming über das SPD-Modul ausgelesen. Unter "Configure
DRAM" sollte die Option "By DRAM" eingestellt sein.
Haben Sie diese Einstellung überprüft, so ist der
Arbeitsspeicher richtig konfiguriert, und Ihr PC sollte stabil
laufen. Wollen Sie die Einstellungen weiter optimieren, müssen Sie
sich zuerst über die Einstellmöglichkeiten informieren, die Ihnen
die installierten RAM-Bausteine geben.
Grafikkarten-Tuning
über das BIOS
|
Für |
Einstellung |
Beschreibung |
|
Alle Grafikkarten |
"AGP Mode" |
Einstellung des Datentransfers von "AGP1" mit 265
MByte/Sek. bis hin zu "AGP8" mit bis zu 1 GB/Sek.
Wählen Sie den höchsten Wert, den Ihre Grafikkarte unterstützt
und das Mainboard bereitstellt. |
|
AGP-Grafikkarten |
"AGP Aperture Size" |
Unter "Advanced Chipset Feature" stellen Sie hier ein,
wie viel MB vom Arbeitsspeicher reserviert werden sollen, wenn
der Speicher der Grafikkarte voll ist. Geben Sie als Wert die
Hälfte des vorhandenen RAMs an. |
|
Grafikchip onboard |
"Shared Memory" |
Ist der Grafikchip auf dem Mainboard integriert, wird ein Teil
des Arbeitsspeichers als Videospeicher verwendet. Tragen Sie
hier je nach verfügbarem RAM 64 bis maximal 128 MB ein. |
Ein sinnvolles Tuning von Mainboard und/oder CPU ist nur durch
Übertakten möglich. Das Übertakten von Prozessor und Chipsatz
gehört zu den beliebtesten, aber auch gefährlichsten
Tuning-Methoden, weil die Hardware bei falschen Einstellungen
Schaden nehmen kann.
Mittlerweile müssen Sie dazu nicht mehr den PC aufschrauben, um
über Steckbrücken und Jumper höhere Leistungswerte zu erzielen. Es
gibt Software-Programme, die diese Einstellungen vornehmen, wenn
auch nicht so effektiv. Dafür minimiert sich auch die Gefahr eines
Hardwareschadens durch Übertakten.
Manche Prozessoren sind mit einem Übertaktungsschutz
ausgestattet. Diesen können Sie nur umgehen, wenn Sie dazu den
Prozessor bearbeiten und beispielsweise Brücken oder Kondensatoren
abhebeln oder Brücken auf dem Prozessor herstellen. Von diesem
Vorgehen raten wir aber ab.
Die Taktfrequenzen werden auf älteren Mainboards über
Steckbrücken festgelegt. Bei aktuellen Modellen erfolgt die
Konfiguration über das BIOS-Menü. Sie finden diese Einstellungen
im BIOS unter Menüpunkten wie "Soft-CPU", "Easy-CPU"
oder ähnlichen Bezeichnungen. Arbeitet in Ihrem PC beispielsweise
ein Prozessor mit 3 GHz, so finden Sie im BIOS unter "CPU
Frequency" die Einstellung "Auto" oder "3GHz".
Der Systemtakt ist abhängig vom FSB (Front Side
Bus) und dem Multiplikator. Läuft Ihr System mit einem FSB
von 200 MHz, so ergibt die Multiplikation mit dem Multiplikator
"15" die aktuell eingestellten "3 GHz". Es ergeben sich daraus 2
Tuning-Optionen:
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Wenn Sie den Multiplikator auf "16" erhöhen, so
schrauben Sie damit die Leistung auf 3,2 GHz hoch. |
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Erhöhen Sie hingegen den FSB auf 210 MHz, so
ergibt sich eine Frequenz von 3,15 GHz. |
Den größten Zuwachs an Leistung erzielen Sie mit dem Übertakten
der CPU. Doch steigen damit auch die Risiken. Schon mancher
Versuch, die CPU zu übertakten, führte zur Zerstörung des
Prozessors, z. B. durch Überhitzung.
Schalter
zum Übertakten: Multiplikator und FSB
Es stehen Ihnen 2 Möglichkeiten zur Verfügung, um Ihre CPU zu
übertakten:
Aber Vorsicht:
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Das Übertakten der CPU erfolgt immer auf
eigene Gefahr. |
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Wenn Sie Ihren Prozessor oder andere
Hardware übertakten, erlöschen die Garantieansprüche gegenüber
dem Hersteller. |
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Durch das Übertakten kann die Hardware
beschädigt werden. |
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Durch das Übertakten kann die Lebensdauer
Ihres Systems stark verkürzt werden. |
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Es müssen eventuell zusätzliche
PC-Komponenten ausgetauscht werden, wenn diese die höhere
Leistung nicht unterstützen (z. B. PCI-Steckkarten, Netzteil
wegen der höheren Stromaufnahme etc.). |
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Multiplikator hochsetzen |
Diese Methode ist die einfachste und dabei auch die
ungefährlichste. Sie erreichen eine höhere Taktfrequenz, indem
Sie den Multiplikator erhöhen. Diese Methode hat den Vorteil,
dass außer der CPU keine anderen Komponenten des PC-Systems
von der Maßnahme betroffen sind. Die Vorgehensweise dazu
ist einfach: Starten Sie Ihren PC und halten Sie die "Entf"-Taste
gedrückt, um zu den BIOS-Einstellungen zu gelangen. Öffnen Sie
das Menü wie "Soft-CPU" oder "Easy-CPU", je nach
BIOS-Version: |
CPU Name Is
CPU Operating Speed
- Ext. Clock (PCI)
- Multiplier Factor
- Speed Error Hold
CPU Power Supply
- Core Voltage
Spread Spectrum
DRAM Clock |
Intel Pentium III
User Define
133 MHz
x 3,5
Disabled
CPU Default
1,65 V
Disabled
Host CLK |
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In diesem Menü können Sie den Multiplikator
(Multiplier Factor) um den Faktor "0,5" hochsetzen. Manche
Versionen lassen nur den Faktor "1" zu. Speichern Sie diese
Einstellungen und starten Sie Ihren PC neu.
Windows wird hochgefahren, und Sie haben die
Möglichkeit, Ihr Windows auf Stabilität zu testen. Erhöhen Sie
den Multiplikator so Stufe um Stufe, bis Sie merken, dass Ihr
System nicht mehr stabil läuft.
Sollte der PC nicht mehr hochfahren, Windows
laufend abstürzen oder einfrieren, setzen Sie den
Multiplikator wieder 1 Stufe zurück. Fahren Sie so lange fort,
bis Sie den höchstmöglichen stabilen Takt gefunden haben. |
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FSB (Front Side Bus) manipulieren |
Diese Methode des Übertaktens ist eher für
fortgeschrittenere Anwender geeignet, denn die Änderung
des FSB wirkt sich auch auf andere Komponenten aus (z. B.
Speicher, Steckkarten etc.).
Die Möglichkeiten des Übertaktens sind abhängig
vom Mainboard: Die Einstellungen nehmen Sie im BIOS oder
direkt auf dem Mainboard vor. Das Übertakten per FSB bringt
mehr Performance als das Übertakten über den Multiplikator.
Setzen Sie im BIOS den FSB in Fünferstufen
hoch. Speichern Sie diese Einstellungen und starten Sie den PC
neu.
Windows wird hochgefahren, und Sie haben die
Möglichkeit, Ihr Windows auf Stabilität zu testen.
Erhöhen Sie den FSB weiter in Fünferstufen, bis
Sie merken, dass Ihr System nicht mehr stabil läuft. Setzen
Sie dann den Wert auf die letzte stabile Einstellung zurück. |
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