Geld und Wohlstand


 


ser Zeit mehr gewinnen als mit ein paar Stunden Arbeit. Denn das Ausmisten des Versicherungsordners kann Ihnen auf einen Schlag einige hundert Euro Ersparnis bringen und dauert meist nicht länger als l Stunde - und wer hat schon einen solchen Stundenlohn?

Machen Sie den simplify-Geld-Tag

Nehmen Sie sich einmal im Monat Ih­ren simplify-Geld-Tag. Setzen Sie sich hin und nehmen Sie sich ein Thema vor. Das können Ihre Versicherungen sein, Ihre Geldanlagen oder die Haus­haltskasse. Diskutieren Sie ruhig mit Ihrem Partner oder Ihrer Familie Spar-potenziale durch, suchen Sie günstige­re Anbieter oder sortieren Sie überflüs­sige Verträge aus. Sie werden sehen: Ein solcher simplify-Geld-Tag wird sich schnell auf Ihrem Konto bemerkbar machen.

Regel 7: Mit Verwandten macht man keine Geschäfte

Ein erfolgreicher Umgang mit Geld ver­langt auch Distanz zum Geld. Und ge­nau aus diesem Grund rate ich Ihnen auch: Trennen Sie Familiäres und Fi­nanzielles. Stehen Sie in Notzeiten zu­sammen, helfen Sie sich gegenseitig, aber lassen Sie Geld dabei außen vor.

Geld ist und bleibt ein Streitthema

Fakt ist: Viele Verwandte und Ver­schwägerte nehmen gegenüber Fami­lienmitgliedern Rechte in Anspruch, die Sie sich gegenüber Außenstehen­den niemals herausnehmen würden. Denn eine Bank setzt die pünktliche


Rückzahlung von Krediten notfalls ge­richtlich durch, aber bei welchem Schwager muss man schon damit rech­nen? Und dass jeder Handwerker Geld verdienen will und muss, das weiß man, aber muss der eigene Schwieger­vater sich auch auf Familienkosten be­reichern, wenn er als Handwerker beim Bau des Hauses hilft?

Bieten Sie Hilfe an

Wenn Sie einem Familien"' mitglied beistehen wollen, dann machen Sie das auf ner nicht geschäftlichen Ebene. Wenn Sie wirklich finanzielle Unterstützung leisten wollen, dann ver­schenken Sie eher Geld, als dass Sie es verleihen. Denn von verschenktem Geld können Sie sich innerlich verab­schieden, geliehenes Geld bleibt im­mer zwischen Ihnen und dem Emp­fänger stehen: Sie wollen es natürlich wiederhaben, der andere kann oder will es nicht zurückzahlen.

Es muss nicht immer Geld sein!

Wenn Sie kein Geld verleihen wollen oder können, dann bieten Sie prakti­sche Hilfe an: Das kann genauso hand­werkliche Unterstützung sein wie die Bereitschaft, zu einem Schuldnerbera­tungsgespräch mitzugehen.

Regel 8: Sich borgen bringt Sorgen!

Der Einstieg in eine Schuldenkarriere geht ziemlich schnell: Ein überzogenes Konto, eine Umschuldung, ein wieder ausgereizter Dispo und ein neuer, hö­herer Kredit. Die Folge: Binnen weni-


ger Monate müssen die Betroffenen 20, 30 oder 40 % Ihres Einkommens für die Bezahlung Ihrer Schulden auf­wenden.

Die Schuldenspirale dreht sich immer schneller!

Ich sage Ihnen: Das geht kein Jahr gut, dann sind neue Schulden da­zugekommen, und irgendwann sind Sie nicht mehr in der Eage, alle fälli­gen Raten zu zahlen. Und die Geld-Sorgen sind oft nicht die einzigen Schuhe, die heftig drücken: Denn in dem Teufelskreis aus den wachsen­den Geld-Sorgen mischen sich oft Partnerschafts-Probleme, der Verlust der Wohnung oder die Sorgen und Nöte der Arbeitslosigkeit.

Erinnern Sie sich noch?

Erinnern Sie sich noch, wie schön es ist, sich auf etwas zu freuen, das man sich ganz besonders wünscht? Viele von uns kennen dieses Gefühl nicht mehr, weil fast jeder Konsumwunsch heute mit einem Kredit erfüllbar ist. Das gilt für Möbel, für den Urlaub und auch für zig-tausend Euro teure Autos, die schon für ein paar Euro im Monat zu leasen sind.

Genießen Sie wieder die Vorfreude

Setzen Sie auf die Vorfreude, sparen Sie das Geld für Konsumanschaffungen an, bevor Sie shoppen. So geben Sie der Schuldenfalle keine Chance und wer­fen der Bank nicht unnötig Zinsen in den Rachen. Mehr zum Thema Kredi­te lesen Sie übrigens auf den Seiten 8 und 9 dieser Ausgabe.


 

Der Leser-Tipp von simplify-Geld: Es muss nicht immer Amazon sein!

Bücher leihen statt kaufen - so lautet mein simplify-Geld-Tipp.

Ich habe mir im letzten Jahr eine Fa­milienmitgliedschaft bei der städti­schen Bibliothek geholt. Die Kosten pro Jahr liegen bei günstigen 25 € für eine 4-köpfige Familie. Wenn ich bedenke, dass ich in dem Jahr an die


30 Bücher entliehen und gelesen ha­be, komme ich auf eine Ersparnis von gut und gerne 400 €. Dabei habe ich mal einen durchschnittlichen Kauf­preis von knapp 1 3 € angenommen -und das ist ja eher niedrig angesetzt.

Zu der Ersparnis kommt noch als Bo­nus hinzu, dass wir uns auch in The-


men einlesen, die interessant sind, aber den Kauf eines Buches (zumin­dest am Anfang) vielleicht nicht un­bedingt rechtfertigen würden. Damit steigert man dann auch noch die All­gemeinbildung, was sich ja auf lange Sicht auch in Euro und Cent be­merkbar machen kann.

simplify-Geld-Leser Uwe Drescher aus Ken-zingen bekommt für diesen Tipp 25 €. Wol­len Sie sich das Geld im nächsten Monat ver­dienen? Dann schicken Sie uns Ihrem Tipp an in/öd'simplifygeld. de!