Aktivieren Sie den Task-Manager und klicken Sie auf das Register "Prozesse". Über die PID können Sie nun
das dazugehörende Programm identifizieren. 
Gästebuch-Spam
Bei dieser Spamform werden die Spamtexte von einem Roboter in den Gästebüchern auf Webseiten oder den
Kommentaren der Blogs hinterlassen. Inzwischen geht dergleichen in regelrechten Wellen auf die Gästebücher
nieder, 50 bis 100 solcher Pseudo-Kommentare pro Tag sind keine Seltenheit.
Referer-Spam
Hier werden systematisch gefälschte Zugriffsdaten in den Logfiles der Webserver eingetragen (natürlich
ebenfalls automatisch). Ziel der Aktion: Die Serverbetreiber sollen bei der Analyse der Logfiles über diese
Einträge stolpern und aus Neugier auf den scheinbaren Referer klicken. So rufen sie eine Webseite auf,
deren einziger Zweck es ist, möglichst oft aufgerufen zu werden. Denn je höher die Zugriffszahlen, desto
wertvoller der Anzeigenplatz auf dieser Seite.
Der scheinbar geklaute Content
Gestern schickte mir eine Bekannte eine Mail mit einem Link. Ich solle mir das mal anschauen, meinte
sie, das sei doch alles sehr seltsam. Unter der verlinkten Webseite fand sich ein auf den ersten Blick
eigentlich ein völlig normales Blog, wie es sie zu Millionen im Internet gibt.
Dort stand ein Eintrag, der meiner Bekannten sehr vertraut vorkam. So vertraut, dass er glatt von ihr
hätte sein können. Kein Wunder, denn das war er natürlich auch. Diesen Beitrag hatte sie selbst vor einiger
Zeit geschrieben – allerdings für ihr eigenes Blog.
Nun kannte sie weder das Blog, in dem ihr Beitrag da unversehens auftauchte, noch war sie je gefragt
worden, ob man ihren Eintrag übernehmen dürfe – was also war da los?
Hatte es da jemand mit dem Urheberrecht nicht so genau genommen und sich einen interessanten Beitrag
angeeignet?
Dieser Verdacht lag zwar nahe, erwies sich bei näherem Hinsehen aber als falsch. Denn bei dem Beitrag
meiner Bekannten handelte es sich um einen typischen Blog-Eintrag, um eine kleine, private Notiz zu einer
lokalen Veranstaltung. Der Eintrag war nur für einen kleinen Personen- und Freundeskreis von Interesse.
Warum sollte jemand so etwas für sein eigenes Blog klauen?
Eine Fälschung
Schaute man sich auf der Webseite ein wenig um, wurde die Sache klarer. Denn was auf den ersten Blick
wie ein normales Blog aussah, dessen Betreiber einen fremden Beitrag gemopst hatte, entpuppte sich rasch
als Fälschung.
Das gesamte Pseudoblog bestand aus kreuz und quer zusammengeklauten Beiträgen. Es gab keinerlei
verbindende Elemente, keine Autorennamen, kein Impressum, überhaupt nichts, was als "Inhalt" oder
"Zusammenhang" bezeichnet werden könnte und nichts, was auf die Macher der Seite hindeutete.
Die Webseite war gewissermaßen ein "Potjomkinsches Dorf": Auf den ersten Blick ein normales Blog, auf
den zweiten ein hohler Bluff. Es war alles nur Kulisse, es gab keine Inhalte.
Fragt sich nur: Wer soll damit eigentlich in die Irre geführt werden?
"Spamdexing"
Wenn eine Webseite vom menschlichen Auge relativ rasch als Fälschung erkannt wird, liegt der Verdacht
nahe, dass es gar nicht darum geht, einen Menschen zu täuschen, sondern eine Maschine. Genauer: Eine
Suchmaschine.
Bei der betreffenden Webseite handelt es sich um eine Spielart des "Spamdexing". Darunter versteht man
alle Maßnahmen, die dazu führen, dass eine Suchmaschine eine Webseite möglichst gut bewertet, obwohl sich
auf ihre keinerlei für den Suchenden relevanten Informationen finden.
Wie beim Referer-Spam geht es hier zum einen darum, die Zugriffszahlen dieser speziellen Seite zu
erhöhen, zum anderen über den scheinbar vorhandenen Content Kleinanzeigen von Google zu bekommen