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Kriminelle Job-Angebote
Die bekannte Seite "Hoax-Info" der TU Berlin berichtet über eine besonders unangenehme Form von Spam-Mails, nämlich dem üblen Spiel mit Job-Suchenden: Seit einigen Wochen werben Spam-Mails um neue Mitarbeiter. Die angebotenen Jobs werden mit schönen Titeln wie "Sales Manager", "Transfer Manager", "Verhandlungmanager", "Manager für Transaktionen" usw. angepriesen. Man brauche nur halbtags oder stundenweise zu arbeiten, von zu Hause aus und bei freier Zeiteinteilung. Vor allem jedoch soll man Provisionen erhalten. Die Aufgabe besteht darin, Zahlungen entgegen zu nehmen und das Geld weiter zu leiten. Zum Erhalt der Zahlungen soll man sein eigenes Bankkonto verwenden. Die Weiterleitung des Geldes soll dann z.B. über Western Union erfolgen. Als Bezahlung für diese Dienste soll man einen bestimmten Prozentsatz des Geldes erhalten. Die Absender der Mails geben an, ihr Unternehmen, mit Sitz im Ausland, habe zwar Kunden in Deutschland, aber keine Niederlassung. Auslandsüberweisungen seien sehr teuer oder die Steuern seien hierzulande sehr hoch. Die Bandbreite der Branchen, in denen diese Firmen angeben tätig zu sein, reicht von (angeblichen) Dating-/Partneragenturen über den Handel mit was-auch-immer bis zu vorgeblich wohltätigen Organisationen. Der Geldtransfer per Western Union wird bevorzugt, weil er anonym erfolgen kann und daher schwer zurückzuverfolgen ist. Wo ist der Haken? Fakt ist, daß es sich bei diesen Job-Anbietern um Scheinfirmen krimineller Organisationen handelt. Das Geld wird etwa mit Betrügereien im Zusammenhang mit Identitätsdiebstahl (Phishing & Co) ergaunert. Empfänger der Geldtransfers sind wiederum andere Tarnfirmen der organisierten Kriminalität. Wer sich auf einen solchen Job einläßt, betätigt sich also als Geldwäscher für Kriminelle – das ist eine Straftat. Meist werden die angeworbenen Geldwäscher recht schnell ertappt, daher haben die Hintermänner ständig einen hohen Bedarf an neuen Helfershelfern. Die erwischten Mittäter kommen strafrechtlich oft noch mit einem blauen Auge davon, da sie zumindest derzeit noch als Opfer angesehen werden. Banken und andere Geschädigte fordern jedoch das Geld zurück, das die angeworbenen Geldwäscher erhalten und transferiert haben. Das können durchaus etliche tausend Euro sein, die man dann zurück erstatten muß. Darauf wenigstens die versprochene Provision noch zu erhalten sollte man besser nicht hoffen.
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