Schalten Sie die Menü-Effekte aus.

Ihr PC kann so schnell sein, wie er will -manchmal müssen Sie doch entschieden zu lange warten, bis Menüs erscheinen. Um die Menüs unter Windows etwas zu beschleunigen, gibt es einen einfachen Trick: Schalten Sie die Menü-Effekte aus.

Unter Windows 98, Me und 2000 rufen Sie dazu mit einem rechten Mausklick auf den Desktop das Kontextmenü auf. Hier wählen Sie "Eigenschaften" aus und dann den Register-Eintrag "Effekte". Deaktivieren Sie jetzt das Kontrollkästchen vor dem Eintrag "Fenster, Menüs und Listen animieren" (Windows 98) bzw. "Übergangseffekte für Menüs und QuickInfo" (Windows Me und 2000).

Bei Windows XP rufen Sie ebenfalls per rechtem Mausklick auf den Desktop das Kontextmenü auf und wählen den Befehl "Eigenschaften". Gehen Sie nun zur Registerkarte "Darstellung" und klicken Sie auf "Effekte". Deaktivieren Sie den Eintrag "Folgende Übergangseffekte für Menüs und QuickInfos verwenden".

Ab sofort werden ihre Menüs ohne Schnickschnack dargestellt, sind aber ein wenigstens schneller geworden.

 

Tabellen in Word löschen

Wenn Sie in Word etwas entfernen wollen, markieren Sie es normalerweise und drücken dann die Taste "Entf". Das klappt eigentlich immer – nur bei Tabellen reagiert Word überraschend anders. Wenn Sie nämlich eine Tabelle markieren und "Entf" drücken, wird lediglich der Tabelleninhalt gelöscht, nicht aber die Tabelle. Sie bleibt als leeres Gerüst in Dokument zurück.

Um die Tabelle komplett zu löschen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

pünktlich zum 1. Juli haben die Virenexperten von Sophos einen Report über Viren, Würmer & Co. veröffentlicht, die sich im ersten Halbjahr 2005 im Internet getummelt haben (und dies natürlich weiterhin tun).

Bevor wir ein wenig ins Detail gehen – hier erst einmal die Liste der am weitesten verbreiteten Viren im ersten Halbjahr 2005 (das obligatorische "W32" vor den Virennamen erspare ich Ihnen und mir):

Die Viren Top Ten 2005/1

  1. Zafi-D (25,3 %)
  2. Netsky-P (17,5 %)
  3. Sober-N (10,3 %)
  4. Zafi-B (4,7 %)
  5. Netsky-D (3,8 %)
  6. Mytob-BE (2,6 %)
  7. Netsky-Z (2,3 %)
  8. Mytob-AS (2,0 %)
  9. Netsky-B (1,9 %
  10. Sober-K (1,7 %)
  11. Andere (27,9 %)

Wie Sie leicht erkennen können, handelt es sich im Grunde um nur vier Schadensprogramme, von denen verschiedene Varianten im Umlauf sind:

Der Variantenreichtum zeigt eine der neuen Gefahren. Immer seltener tauchen echte neue Viren auf und immer häufiger wird der Code bestehender Viren mehr oder weniger stark modifiziert. Vielleicht fragen Sie sich, was daran nun besonders gefährlich sein soll, ist die Mutationsvielfalt nicht vielmehr positiv zu bewerten? Schließlich müssen die Virenbekämpfer keine komplett neuen Schädlinge analysieren, sondern lediglich die verschiedenen Mutationen. Und das ist – vermutlich – leichter, als wenn man ganz von vorn anfangen muss.

Doch das täuscht. Es mag gut sein, dass es die Viren-Bekämpfer etwas leichter haben, doch das gilt im Gegenzug natürlich auch für die Viren-Programmierer. Hier handelt es sich nur noch in den seltensten Fällen um echte Programmierer, also um Leute mit Sachverstand. Oft sind hier irgendwelche Kindsköpfe am Werk, die mit vorgefertigten Bausteinen spielen und im Grunde überhaupt nicht wissen, was sie da tun. So gibt es zwar nur wenige echte neue Viren – aber dafür riesige Mengen an Clones und Mutationen.

Um fast 60 Prozent ist das Virenaufkommen laut Sophos im ersten Halbjahr angewachsen. Es kommen also immer schneller immer mehr neue Viren – und entsprechend steigt die Infektionsgefahr, bzw. desto kürzer wird die Zeit, die der Anwender unbekümmert im Netz verbringen kann. Jeder zweite Windows-PC, der ungesichert für 12 Minuten im Netz ist, fängt sich einen Virus ein, das geht praktisch von ganz allein.

Leider ganz und gar nicht von allein geht der Schutz vor Viren und anderen Schädlingen. Wer heute einen Windows-XP-Computer kauft, der hat bereits einen unsicheren und ungesicherten Computer. Schließlich bringt Windows von Haus nur eine Firewall, aber keine Antiviren-Software mit – und selbst die Firewall gehört eher in die Kategorie "Nicht gut, aber besser als nichts". Die ersten Schritte mit dem neuen Computer müssen demnach der Sicherheit dienen, also: Firewall aktivieren, Virenschutzprogramm installieren und, fast noch wichtiger: "Windows Update" aufrufen.

Als sich kürzlich eine Bekannte einen neuen Computer gekauft hat, war ihr Rechner in kürzester Zeit vervirt und sie fragte mich, was sie da tun könne. Auf meine vorwurfsvolle Frage, warum sie denn die verfügbaren Sicherheitsupdates nicht installiert habe, sagte sie treuherzig: "Weil mich da niemand drauf hingewiesen hat."

Und genau hier liegt eines der akuten Sicherheits-Probleme. Die Hersteller und und Anbieter neuer Computer sind so darauf bedacht, gute, also verkaufsfördernde Stimmung zu verbreiten, dass keiner von ihnen auf diese notwendigen Sicherheitsschritte hinweist. Dergleichen könnte den Kunden ja schnell die Kauflaune verderben. Also behauptet man lieber und wider besseren Wissens, alles sei ganz einfach, ganz sicher und völlig unproblematisch.

Nur blöd, dass sich in dieser Friede-Freude-Pfannkuchen-Welt immer wieder diese hässlichen Viren-Mutanten herumtreiben

 

Word-Tipp: Alle Fenster auf einmal schließen

Wenn Sie alle zurzeit geöffneten Dokumentenfenster in Word schließen möchten, müssen Sie normalerweise jedes Fenster einzeln schließen. Doch es geht auch einfacher. Denn Word verfügt über ein verstecktes Menü, mit dem das Schließen aller Fenster in einem Arbeitsschritt erledigt wird.

Halten Sie dafür die "Umschalt"-Taste gedrückt und klicken Sie auf das "Datei"-Menü. Nun werden Sie feststellen, dass Sie statt der gewohnten Funktion "Schließen" nun den neuen Eintrag"Alles schließen" sehen. Wählen Sie diesen Punkt an, so werden alle derzeit geöffneten Dokumentenfenster geschlossen.

Sollten Sie ein Dokument dabei noch nicht gesichert haben, erhalten Sie natürlich eine entsprechende Meldung und die Möglichkeit, das entsprechende Dokument zu speichern.

 

Wann haben Sie das letzte Mal auf einen angeforderten Rückruf gewartet?

Sie versuchen jemanden telefonisch zu erreichen. Doch leider ist beim Gesprächspartner besetzt. Doch wie ein Wunder ertönt nach dem dritten Besetztzeichen die Ansage "Die gewählte Rufnummer ist besetzt. Möchten Sie verbunden werden, sobald diese frei ist, sagen Sie jetzt bitte ja". Ein toller Service denken Sie, sagen laut und deutlich "ja" und legen auf. Doch der versprochene Rückruf kommt und kommt nicht. Obwohl es doch der angerufene Teilnehmer versprochen hat. Also rufen Sie erneut an. Diesmal ist nicht besetzt und Sie fragen -etwas verärgert – nach, wann der Gesprächspartner denn dachte, Sie zurückzurufen. Dieser weiß von nichts, was Sie nicht gerade versöhnlicher stimmt. Irgendetwas ist hier doch faul, oder?

Leider nicht, denn Sie sind einem "ganz tollen neuen Service" der Deutschen Telekom aufgesessen, der seit Februar 2005 Schritt für Schritt bundesweit eingeführt wird: "Rückruf bei Besetzt" heißt dieser neue Service, der Ihnen nach dem dritten Besetztzeichen den automatischen Rückruf anbietet.

Doch Vorsicht Falle: Das Ganze funktioniert anders als es auf den ersten Blick erscheint. Wenn Sie mit Ihrem "ja" den "Rückruf bei Besetzt" aktivieren, merkt sich die Vermittlungsstelle, an der Ihr Telefon angeschlossen ist, mit wem Sie telefonieren wollten. Die Vermittlungsstelle prüft nun die nächsten 45 Minuten regelmäßig, ob Ihr Gesprächspartner frei ist. Sobald dieser Anschluss frei ist, stellt die Vermittlungsstelle eine Verbindung zwischen Ihnen und dem gewünschten Gesprächspartner her. Entsprechend klingelt dann bei Ihnen das Telefon und es hat den Anschein, als ob Sie zurückgerufen würden.

In Wirklichkeit geht der Anruf vollständig zu Ihren Lasten, schließlich haben Sie den "Rückruf" initiiert. Sie sparen durch den gewünschten Rückruf also keine Telefongebühren. Ihr Gesprächspartner weiß absolut nichts von Ihrem Anruf, er hat wirklich keine Ahnung, dass Sie einen Rückruf wünschten.

Damit Sie nicht versehentlich den Falschen verdächtigen oder in andere gefährliche Situationen geraten (Sie warten vergeblich auf den Rückruf eines Arztes, des Krankenhauses, des Roten Kreuzes etc.), sollten Sie beim Einsatz des Services "Rückruf bei Besetzt" unbedingt folgende Punkte beachten:

  1. Der Service kann bislang nicht ausgeschaltet werden. Sofern Sie in einem Gebiet wohnen, in dem die Telekom den Service bereits anbietet, können Sie diesen durch Auflegen des Hörers anstelle eines "ja" aber jederzeit ignorieren.
  2. Stellen Sie sicher, dass Sie die nächsten 45 Minuten nachdem Sie mit "ja" den "Rückruf bei Besetzt" gestartet haben auch erreichbar sind. Und zwar sofort, ohne langes Klingeln. Sonst nimmt Ihr gewünschter Gesprächspartner ab und wundert sich, dass niemand am anderen Ende an der Leitung ist! Dies ist nicht nur unhöflich, sondern für Vieltelefonierer wie Arztpraxen, Hotlines (G) etc. auch äußerst ärgerlich, da sie umsonst ans Telefon müssen.
  3. Wenn Sie einen wirklich wichtigen Anruf beispielsweise beim Arzt, Krankenhaus, Roten Kreuz etc. machen müssen, verzichten Sie auf den Einsatz dieses Services. Sie können sich auf keinen Fall darauf verlassen, dass er wirklich funktioniert! Ihr Gesprächspartner weiss nichts von Ihrem Anruf! Denn nicht ohne Grund können die Patienten beispielsweise beim Arzt keine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Laut Gesetz muss sich der Patient nämlich darauf verlassen können, dass sich der Arzt um ihn kümmert. Dies ist bei einem Anrufbeantworter mit der Möglichkeit zur Hinterlassung einer Nachricht schlicht unmöglich. Deshalb gilt: Finger weg von diesem Service bei solchen Anrufen!
  4. Beachten Sie, dass Sie derjenige sind, der diesen Service nutzt. Machen Sie dem anderen keinen Vorwurf, dass er Sie nicht zurückgerufen hat. Er weiß nichts von Ihrem Anruf!
  5. Der Service führt regelmäßig auch zu Verwirrungen: Angenommen, Ihr Gesprächspartner verfügt über einen Anrufbeantworter. Ist der Anschluss besetzt weil jemanden Anruft und der Anrufbeantworter im Einsatz ist? Dann scheint es so, als ob Sie beim anschließend eingeleiteten Rückruf vom Anrufbeantworter "zurückgerufen" werden. In Wirklichkeit war der Anrufbeantworter natürlich schon die ganze Zeit eingeschaltet. Ihr Gesprächspartner kann wirklich nichts dafür!
  6. Sofern der Service in Ihrem Gebiet noch nicht per Ansage nach 3-maligem Besetztzeichen angeboten wird, können Sie ihn dennoch nutzen. Hierzu müssen Sie auf Ihrem Telefon die Taste "R" (wird auf einigen Telefonen auch als Kreis mit Punkt dargestellt) und anschließend die Tasten *37# drücken.